Fotoarbeiten und Tagebuch Marokko 2010
Auf der Foto-Studienreise durch Marokko im November 2010 entstanden wunderbare Bilder und ein spannendes Tagebuch.
Die Reise war für alle Teilnehmer ein großes Erlebnis. Die Eindrücke waren vielzählig, die Gruppe sehr harmonisch. Auch das Wetter hat sein bestes gegeben. Hier ein kurzer Einblick in das Tagebuch:
Samstag, 06.11.2010
Eine kalte, regnerische Woche ist für Deutschland angesagt – und wir fliegen nach Marokko. Der frühe Flug um 6.30 Uhr und Rückenwind bringen uns bis 9.00 Uhr Ortszeit nach Marrakesch.
Die Fahrt in den Riad Bahia Salam zeigt gleich etwas von der Hektik aber auch der Lebendigkeit dieser Großstadt. Omar, unser Reiseleiter, hat uns beim Begrüßungstee mit ersten Informationen versorgt. Bis zu einer ersten Stadtführung gehen wir noch bei Oskar´s essen, aber schon auf dem Weg dorthin zieht es uns zuerst auf den Jemaa el Fna, Marrakeschs ehemaligen Hinrichtungsplatz, der heute die Attraktion der Stadt ist... (Wolfgang Seelig)
Sonntag, 07.11.2010
8.00 Uhr morgens, Wolfgang, unser Fotograph en chef wartet pflichtbewusst am Frühstückstisch, doch nach dem anstrengenden Anreisetag will erst mal keiner so recht raus. Doch peu à peu trudeln alle ein und wir genießen den Morgen über den Dächern von Marrakesch bei frisch gepresstem Orangensaft und süßen Crêpes – und das Anfang November.
Wie fotografiert man einen leeren Hof, ohne das er leer aussieht?
Das Palais Bahia, die erste Station unseres heutigen Stadtrundgangs, hat noch ganz andere Herausforderungen für uns parat: gleisendes Licht und schwarze Schatten, verspiegelte Höfe, üppige Vegetation, Lichtspiele auf gekalkten Wänden – wunderschön, aber bis wir die Eindrücke mit der Kamera einfangen können, wie wir sie sehen, wird es noch ein paar zehntausend Bilder brauchen… (Andrea)
Montag, 8.11.2010
Ein langer Tag mit vielen neuen Eindrücken neigt sich dem Ende entgegen und die Tagesnotizen stehen an…
Nach dem Frühstück in unserem Riad in Marrakesch brechen wir auf zu den Menara-Gärten, um das weltbekannte Postkartenbild mit dem See und dem Atlas-Gebirge im Hintergrund nachzustellen. Da sich aber der Atlas nicht zeigt, ist unsere Kreativität als Fotografen gefordert, trotzdem interessante Bilder abzulichten; Also Gelegenheit, die Motivprogramme der Kamera, aber auch unterschiedliche Perspektiven auszuprobieren.
Dann geht es mit dem Geländewagen weiter in Richtung Atlas-Gebirge... (Georg)
Dienstag, 09.11.2010
Am Morgen blicken wir von unserem Hotelbungalow in grauen Nebel. So freuen wir uns, dass wir gestern noch eine so schöne Abendstimmung genießen konnten. Doch kaum als die Sonne über den Bergkamm hervor lugt, löst sich der Nebel auf, und es gibt wieder einen prächtigen Tag. Nach dem Frühstück bleibt uns noch Zeit, um durch den wunderschönen Hotelpark zu spazieren und von der Dachterrasse in die Berge und auf den Hohen Atlas zu blicken.
Über Asui fahren wir den Fluss entlang in Richtung Marrakesch. Als die Straße hoch am Hang eine Talschlucht passiert, finden unsere Fahrer zwei Ausweichstellen hart am Rand der steilen Talflanke, um uns Fotos eines Bergdorfs und der wilden Schluchtszenerie zu ermöglichen. Auch weiter draußen legen wir nochmals einen Fotostopp ein... (Christian)
Mittwoch, 10.11.2010
Der Morgen beginnt mit dem Kreischen der Möwen und dem Ruf des Muezzins, der sogar recht melodisch klingt. Der Himmel ist tief blau. Ich genieße das Frühstück auf der Dachterrasse des Rempan Hotels, ein fantastischer Rundumblick über die Medina von Essaouira. Das Kuchenstück stibitzt eine der vielen Möwen die den Morgen uns begleiten. Der Rest der Gruppe bezieht die Zimmer im Hotel, die lokale Stadtführerin geht mit uns noch einmal auf die nördliche Bastion, wie schon die Tage davor ist das Interesse an den Erklärungen sehr mäßig, jeder ist beschäftigt Fotomotive zu finden. Der Himmel bewölkt sich und nach kurzer Zeit fängt es an zu nieseln, zeitweise richtig zu regnen, wir gehen über den großen Platz auf der Avenue de l’Istiglal durch kleine Gassen mit kleinen Handwerksbetrieben, die Schneider usw. zu einer Initiative der Stadt. Dort werden Kinder ab 9 Jahre in verschiedene Handwerke eingewiesen. Vier Stunden pro Tag, haben aber weiter Unterricht. Das sieht doch trotz aller Beteuerungen nach öffentlicher Kinderarbeit aus. Wir passieren einen kleinen Fischmarkt ... (Elisabeth)
Donnerstag, 11.11.2010
Da wir heute einen Ruhetag haben, beginnt das Programm gemächlich um 11 Uhr: Start zu einem Ausflug nach Sidi Kauki. Die Fahrt führt durch das moderne Essaouira, das zwar weniger malerisch ist als die Medina, aber wahrscheinlich komfortabler, und dann durch weite Arganien-Heine. Die haben wir tatsächlich noch nicht geknipst, also raus aus dem Auto und ab in die Büsche…Ein freundlicher Hirte leitet für ein paar Diram seine Herde um, so dass wir jede Menge Ziegen auf den Bäumen vor die Linse kriegen. Putzig. Sidi Kauki erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen. Das alte Marabut-Heiligtum ist zwar inzwischen von einem Windpark eingerahmt, und das Dorf sieht aus, als hätte es die Zukunft hinter sich (oder steuert einer großen Zukunft entgegen, so genau weiß man das in Marokko nie). Aber dahinter eine riesige, wirklich schöne Bucht, glitzernde Wellen, kilometerlanger Sand, spazieren gehen, baden – herrlich. Mittagessen an einem Surfer-Spot, der wohl von irgendwelchen hängen gebliebenen Freaks betrieben wird, wie so vieles hier in Essaouira. Entspanntes Mittagessen mit Meerblick, gute Stimmung in der Gruppe. Kaum vorstellbar, dass unsere Tour schon dem Ende entgegen geht.... (Andrea)
Freitag, 12.11.2010
Es geht zurück nach Marrakesch. 9.00 Uhr am Parkplatz, 12.30 Uhr fahren wir wieder im Riad Bahia Salam vor. Zum Mittagessen gehen wir gemeinsam wieder zu Oskar’s – wir kennen uns ja schon gut aus in Marrakesch. Danach durchstreifen wir nochmals die Medina auf eigene Faust. Heute, Freitag, sind nur in den Touristensuks alle Geschäfte geöffnet. Auch in den Gerbereien finden wir nur wenige Arbeiter. Zur Dämmerung geht es noch ein letztes Mal auf den Jemaa el Fna um uns danach für ein fürstliches Abschlussdinner zurecht zu machen. Für die Fahrt dorthin winken wir uns ein Taxi herbei. Nochmals kommen wir dem Leben der normalen Marokkaner ganz nah... (Wolfgang)
Wortmeldungen der Teilnehmer nach der Reise
"meine erwartungen wurden wirklich voll erfüllt.
etwas das mir äußerst selten passiert." (Georg)
„Lieber Wolfgang, aus Marokko haben wir so viele Eindrücke mitgebracht, wie von kaum einer unserer Reisen. Der Reiseschwerpunkt des Fotografierens hat sehr dazu beigetragen, die Dinge bewusster zu sehen. Für alle Anregungen und Anleitungen, die wir von Dir erhalten haben, möchten wir Dir sehr herzlich danken, ebenso aber auch für die Reiseorganisation, die Du oftmals übernommen hast. In unserer harmonischen Gruppe haben wir uns sehr wohlgefühlt, und wir würden uns freuen, wenn wir uns – wenigstens teilweise – wieder zusammenfinden würden.“ (Erna und Christian)
„also: mir hat es super gefallen, nette Gruppe, sehr guter, sympathischer und auch als Reiseleiter sehr engagierter Fotolehrer, Hotels waren schön. Das Restaurant am letzten Abend war toll, vom Essen wie auch von der Atmosphäre her. Vielleicht kündigen Sie einen so noblen Schuppen beim nächsten Mal etwas deutlicher an, damit man auch den angemessenen Outfit einpackt ;-) Überhaupt könnten Sie herausstellen, dass die Qualität der Hotels und Restaurants höher ist als bei den üblichen Rundreisen. Hilfreich fand ich die Liste mit dem Trinkgeld, dass diese Anregung aus dem feedback unserer letzteren Marokko-Reise umgesetzt wurde, hat mich echt gefreut.“ (Andrea)
Der Veranstaltungsort
Südmarokko fotografieren und kennenlernen
Marokko ist ein Fest für die Sinne, voll herrlicher Bilder! Es geht nach Marrakech, von dort in den Süden von Marokko. Ein beeindruckendes Wüstenerlebnis erwartet sie!
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