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MerkzettelMichael Milch

Fasten und Wandern in der Provence 2009. Leerer Magen und ein freier Kopf. 85,6 kg! Die Körperformen werden so langsam bedenklich rund, ich fühle mich nicht mehr wohl, habe keine Ausdauer mehr.


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15. 2.
Der Kurs ist gebucht. Nach einer kurzen Recherche im Internet bin ich
fündig geworden und habe mich für eine Fasten-Wanderwoche
in einem Kloster in der Provence entschieden.
10. 4.
„In mir ist alles was ich zum Leben brauche“, lese ich in den gerade
eingetroffenen Seminarunterlagen. „DasFasten kann tiefere Schichten
des menschlichen Seins berühren“, ist eine andere Feststellung.
Hoffentlich werden trotz allem die Fettschichten davon nicht ausgenommen.
Ein Freund hat sich übrigens entschieden mitzumachen.
25. 4.
Heute ist Anreisetag – und natürlich ‚Entlastungstag’. Das heißt mit 3
Pfund Obst, verteilt auf 3 Mahlzeiten. Die Vorfreude ist da, aber die
Ungewissheit auch. Zu zweit machen wir uns auf den Weg.
19h00, erstes Informationstreffen. 10 Gleichgesinnte sitzen still um
einen großen Tisch mit Kräutertee. Das Programm, Ziele und
Erwartungen werden besprochen. Meine Erwartungen kann ich gar nicht
formulieren. Noch mehr abnehmen, einen freien Kopf bekommen? Ich
weiß es nicht genau, ich will mich da einfach mal reinfallen lassen und
wieder mal etwas Neues entdecken. Getreu meinen Motto: „ wann war
es das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal gemacht hast?“ Um ½
9 ist der Abend zu Ende, morgen beginnt der Tag um 7:00 Uhr mit der
Laudes, den Lobgesängen der Mönche.
Sonntag, 26. 4.
Der erste Tag ohne Essen ist fast vorüber. Und mir geht’s gut.
Kein Hunger, noch nicht mal den Wunsch nach einer Mahlzeit,
bisher keine Kopfschmerzen, nur ein leichtes Magenrumoren.
Und heute ging es gar nicht so ums Essen. Mein Freund Stefan und ich
hatten uns sowieso vorgenommen hier nicht über Essen oder Hunger zu
sprechen. Im Vordergrund der morgendlichen Diskussion in der Gruppe
standen vielmehr die verschiedenen Methoden des „Förderns der
Ausscheidung“. Im Detail, mit Engagement und mit viel Spaß wurden die
für den Beginn eines Fastens notwendige Darmentleerung besprochen.
„25 oder 40 g Glaubersalz auf einen ¾ Liter Wasser? Na, ja für die
Herren etwas mehr, die können’s gebrauchen.“ Und für uns, die beiden
Herren, die sich gemeinsam ein Doppelzimmer mit nur einer Toilette
teilen waren 40g wohl eine ordentliche Dosis. Zwischen 10h30 und
13h00 wurden daher weder die Türklinke zum Bad noch die Klobrille
kalt. Ein ständiger rascher Wechsel zwischen Erholungsphasen auf dem
Bett und dem Wunsch, wieder im Bad an die Reihe zu kommen. Die
Belohung war am Nachmittag allerdings ein komplett leerer Darm und
eine nie vorher gekannt Leichtigkeit des Körpers.
Montag, 27. 4.
Ein schöner Spaziergang mit Gymnastik frühmorgens vor dem ersten Tee
und danach ein 10km Marsch. Kaum zu begreifen, was ein Körper leisten
kann, der nur 200 Kalorien am Tag zu sich nimmt. Der abendliche
Höhepunkt des Fastens-Seminars ist das gemeinsame Einnehmen der
Gemüsebrühe und das anschließende Fasten-Gespräch.
Es fällt auf, dass einige Frauen in unserer Gruppe anscheinend etwas
mehr Schwierigkeiten mit der Umstellung des Stoffwechsels als die
Männer haben, die sich in Problemen beim Abführen, Kopfschmerzen und
Unwohlsein zeigen. Allen 4 Männern geht es gut, die beiden ersten Tage
wurden von allen beschwerdefrei überstanden. Auch ich fühle mich sehr
wohl und leicht, es kneift oder klemmt nirgendwo; 1,5 kg in 2 Tagen
verloren, auch wenn es nicht das Hauptziel des Fastens ist, so schadet es
nicht.
Dienstag, 28 4.
15 km Wandern bei stechender Sonne über die Berge, am frühen
Nachmittag wieder am Kloster angekommen und immer noch Energie. Ich
habe fast völlig vergessen, dass ich mich in einer Fastenwoche befinde. Es
macht Spaß und fühle mich nun am dritten Tag völlig fit. Das lauwarme
Gemüsewasser und die Gespräche über den Dickdarm beim abendlichen
Situationsbericht sind so das einzige, das einen ans Fasten erinnern lässt.
Aber auch die beim Fasten so typischen kalten Hände und Füße, der
Stoffwechsel hat ja auf ein Spar-Programm umgestellt. Zudem scheidet der
Körper sehr viele Stoffe aus, was sich u.a. durch eine belegte Zunge und
z.T. in einem unangenehmen Mundgeruch zeigt.
Auch meinem Mitfaster Stefan geht es hervorragend, die Jeans rutschen
schon, ohne dass man einen Knopf öffnen muss.
Mittwoch, 29. 4.
Das war heute der seelische Härtetest: am Vormittag Besuch eines
provenzalischen Marktes in St. Remy de Provence mit all’ seinen
Angeboten. Die Düfte von Würsten, gegrillten Hähnchen und von
aromatischen Käsen lagen in der Luft. Und wir durften natürlich noch
nicht mal probieren, denn ein kleiner Bissen kann den umgestellten
Stoffwechsel ins Wanken bringen und Hunger verursachen. Wir
haben zwar keinen Hunger, aber es fällt keinem von uns leicht, all’
diesen Versuchungen zu widerstehen.
Für mich hat dieser Besuch auf dem Markt aber auch wieder etwas
mehr Klarheit gebracht. Wenn ich mich zu etwas entschieden habe,
dann kann ich es auch durchhalten. Ich habe das Fasten 100%
akzeptiert und kann mir sehr gut vorstellen, sowohl zur
Gewichtsabnahme, viel mehr aber noch zur inneren Reinigung des
Körpers, ein solches Fasten immer wieder mal zu betreiben.
Donnerstag, 30. 4.
Jeder Tag beginnt gleich, nach der Laudes in der Kirche folgen der
Morgenspaziergang und die Morgengymnastik. War ich nach
dem Aufstehen um 6:30 meist noch immer etwas matt, so hatte sich
dies nach unseren Morgen-Ritualen dann um 8:30 schon sehr
ins positive verändert. Der Körper war in Schwung; man fühlte sich wohl.
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich dies im
Laufe des Tages immer noch weiter verbesserte. Auch heute wieder.
Auch nach mehreren Tagen Fasten bereitet die sehr schöne
Bergwanderung keine Probleme. Ich könnte ständig weitermarschieren.
Heute, am 5ten Fastentag stand auch der zweite Einlauf auf dem Programm.
War dieses Thema in Gesprächen zu Beginn noch mit
sehr viel Kichern begleitet, so ist es inzwischen eine ganz normale
Sache. Das von der Kursleiterin Gerti geäusserte Versprechen
tritt auch bei mir ein: ein Einlauf befreit, macht leichter, eventuell
vorhandenes Grummeln im Bauch ist schnell vorüber. Wie wenig
man doch braucht, um sich wohl zu fühlen.
Freitag, 1 5.
Doppelter Feiertag heute. Tag der Arbeit und die Feier des
Fastenbrechens. Die 5 Tage Fasten sind vorüber, und noch immer hält
sich der Hunger zurück. Ich fühle mich wie kurz vor dem Ziel bei einem
Marathon: man ist froh, dass man das Ziel bald erreicht, aber
gleichzeitig ist man traurig, dass es nun bald vorüber ist. Und sobald
man im Ziel angekommen ist stellt man sich die Frage nach dem
nächsten Mal.
Zu Beginn des Fastens noch Sorge, Verzicht üben zu müssen, nichts
essen und trinken zu dürfen. Nun habe ich nicht nur keinen Hunger,
sondern auch kein Verlangen danach. Ich bin glücklich so wie es jetzt
ist, warum sollte ich eigentlich jemals wieder etwas essen?
Aber ab 12h17 gehören wir alle wieder zur Welt der Esser. Als
schönen Ort für das Fasten-Brechen, den ersten Bissen nach mehr als
5 Tagen, haben wir uns den Strand gewählt. Und der Apfel schmeckt
phantastisch, ein solcher ausgewogener Geschmack von Süße und
Sauere habe ich vorher selten verspürt. Für alle Teilnehmer ist es ein
kleines Fest und jeder genießt den Moment. Der Magen ist schnell
gefüllt, das Sättigungsgefühl stellt sich nach einem halben Apfel ein.
Aber es hält nicht lange vor, nun sind Magen und Darm wieder aktiviert
und verlangen schon nach einer Stunde wieder mehr. Zum ersten Mal
richtig Hunger nach 5 Tagen, ein ganz unbekanntes Gefühl!
Am Abend gibt es ein provenzalischen Essen, Tomaten, Reis und
andere Spezialitäten, doch der Magen ist noch klein. Es schmeckt
trotzdem schon wieder ausgezeichnet.
Samstag, 2 5.
Es geht nach Hause, das Auto ist durch das in der Provence
eingekaufte Gemüse etwas schwerer, aber wir beide sind insgesamt
um gut 8 Kilo leichter. Wir haben eine sehr schöne Woche verbracht
und gemeinsam wieder neue Erfahrungen gesammelt. Einmal pro Jahr
fasten, das steht nun für immer auf dem Programm. 

Der Veranstaltungsort

Das Kloster Auszeit in einem Kloster in der Provence

Fasten, Wandern, Kultur, Qigong, Tai Chi oder Coaching und Wandern mit Halbpension. Sonnenschein, mildes mediterranes Klima, der Duft von Thymian und Rosmarin, Natur pur.

Termine und weitere Informationen


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Anbieter

fasten-reise.de, Gerti Neu

Obergasse 10
69469 Weinheim
Deutschland

Telefon: +49- (0)6201 - 255 97 34
Telefax: +49- (0)6201 - 255 97 35

E-Mail: info@fasten-reise.de
www.fasten-reise.de

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